Auch auf dieser Seite biete ich weiterführende Informationen zu den Schiffen mit Namen KARLSRUHE an. Der Schwerpunkt liegt bei Zusatzinformationen von Bord und der Verwendung der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V).
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81. Was ist eigentlich AIS ?
Einführung Auf den Seiten meiner Berichterstattung über die Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) und aus dem 4. Fregattengeschwader habe ich in letzte Zeit immer häufiger „Momentaufnahmen“ (Kartenbilder von Schiffsbewegungen) in Echtzeit angeboten. Das ist möglich durch das Einfangen der sogen. AIS – Signale. Die (z. B.) aus Häfen gezeigten Satellitenaufnahmen haben allerdings einen „Schönheitsfehler“. Die dort zu erkennenden Details (auch Schiffe) entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt einer früheren Satellitenaufnahme. Nachfolgend einige kurze Hinweise, wie das mit dem AIS eigentlich funktioniert:
Begriffserklärung Der Begriff Automatic Identification System (AIS) - dtsch.: Automatisches Identifikationssystem - bezeichnet ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessert. AIS dient der Kollisionsverhütung zwischen Schiffen. Auf einer elektronischen Karte wird die eigene Schiffsposition und die Position der umliegenden Schiffe angezeigt. Aus Position, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit kann intuitiv abgeschätzt werden, ob der eigene Kurs sicher ist oder ob eine Kollisionsgefahr besteht. AIS stellt Schiffsbewegungen genau so dar, wie sie in Wirklichkeit zu sehen sind. AIS kann aber keine Radaranlage ersetzen, da etwa Militärfahrzeuge oft keine AIS-Signale senden.
Reichweite Für Schiff – zu – Schiff - Verbindungen beträgt die Reichweite etwa 20 Seemeilen (37 km). Küstenstationen empfangen je nach Antennenhöhe Signale von Schiffen im Umkreis von 50 bis 100 km. In allen Fällen ist aber Voraussetzung, dass die AIS - Sendeanlagen der Schiffe eingeschaltet sind. Das ist bei Kriegsschiffen allerdings eher selten der Fall. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sich die Schiffe in einem Bereich von küstennahen AIS – Empfangsstationen in See aufhalten. Hier gibt es rund um den Globus viele „weiße Flecken“. So z. B. im Mittelmeer und vor afrikanischen Küsten (Somalia). Von Schiffen auf hoher See – z. B. im Atlantik – können ebenfalls keine AIS – Signale empfangen werden.
Weblink http://www.marinetraffic.com (Anzeige von Positionen, zurückgelegten Routen, Schiffsfotos u. m.) Hinweis: Auch für „nautische Laien“ ist es relativ leicht, sich den Umgang mit dem „Gratis–Angebot“ anzueignen. Wenn ich ein Schiff und dessen Kurs verfolge, bin ich in Gedanken nicht nur auf See, sondern sogar auf der Brücke an Bord.
Eigene Anwendung Die bildlichen Darstellunen auf den Seiten vom "marinetraffic" kann man mit geeigneter Software auf dem eigenen PC "einfangen" (screenshots) und durch Nachbearbeitung (Beschriftung, Fotos) nachträglich ausschmücken..
Beispiele (Karte)
Kursverlauf während Werfterprobung von Bremerhaven nach Wilhelmshaven.
Kursverlauf im englischen Kanal mit Angabe von Speed (7,6 kn) und Course (254°). Hinweis: Wenn man das Bild ausblendet, erscheint das Datum und die Uhrzeit in UTC (d.h.: MEZ +1h).
Dieses Bild zeigt den Kursverlauf der letzten 24 Stunden während einer Einzelausbildung in der Nordsee.
Detail vom Anlaufen in Algeciras/Gibraltar und Ankerplatz auf Reede.
Detail vom Auslaufen aus der 4. EF in WHV.
Darstellung in "Landkartenform" mit Angabe zum Übungsgebiet und nachfolgend erwartetem Kursverlauf.
Geografische Angaben mit Kursvelauf.
Eingrenzung eines Korridors im Golf von Aden.
Beispiele (Satellit)
"Umkehr" in Kiel vor der Schleuse Holtenau.
In der 4. EF WHV. Hinweis: Die sichtbaren Schiffe lagen zum Zeitpunkt der Bildaufnahme nicht tatsächlich an den Kaianlagen.
Liegeplatz in Kopenhagen (DK).
In der Schleuse bei Colon/Panama.
4. EF und Schleuse WHV. Auch hier gilt: Die sichtbaren Schiffe lagen zum Zeitpunkt der Bildaufnahme nicht tatsächlich an den Kaianlagen.
Kursverlauf in isländischen Gewässern.
Wie oben angedeutet gibt es vielfältige Möglichkeiten, die von "marinetrafic" per sreenshots ausgewählten Momentaufnahmen grafisch aufzuwerten. Alle Bilder sind deswegen ausdrücklich nur als beispielhaft anzusehen.
Schlußbemerkung Alle oben gezeigten Bilder finden Sie "irgendwo" auch auf meinen Seiten im Zusammenhang mit den dort beschriebenen Ereignissen. Ich persönlich bin begeistert von den vielfältigen grafischen Möglichkeiten dieser "Ausschmückungen".
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82. Glosse: Piraten an Bord
Einführung
Nach dem Wegfall eines jahrzehntelangen östlichen Feindbildes (Warschauer Pakt) haben die Militärstrategen des westlichen Bündnisses (NATO) sehr schnell gehandelt und insbesondere für die maritimen Einheiten neue Szenarien zur Bekämpfung von Terrorbanden und Seepiraten entwickelt. Die neuen Bedrohungen waren verbunden mit der Verlagerung der Einsatzgebiete aus Nord- und Ostsee sowie Nordatlantik in wärmere Gefilde im Mittelmeer und jüngst bis in den Indischen Ozean. Als Nebenprodukt dieser „klimatischen“ Veränderungen wurde nun mit zunehmender Tendenz nicht mehr der Polarkreis angesteuert (Polartaufe), sondern der Äquator überfahren (Linientaufe). Erfreulich ist festzustellen, das nach alten Traditionen Neptun und seine getreuen Begleiter von diesen „geographischen Verschiebungen“ nicht aus ihrem Amt gedrängt wurden. Die heute für die Weltöffentlichkeit allgegenwärtigen Informationen über die Präsenz der schwimmenden Einheiten und deren Erfolge bei der Abwehr von Terrorismus, der Verhinderung von Waffenschmuggel und der Bekämpfung von Piraterie sind hinlänglich bekannt. Kaum bekannt ist jedoch die Tatsache, dass bereits vor dem Jahr des Millennium die späteren neuen Herausforderungen von den Admiralitäten erkannt wurden und vorsorglich nicht nur in theoretischen Planspielen, sondern durch praxisnahe Übungen erprobt wurden. Mangels völkerrechtlich vorliegender Resolutionen durch die UN lag damals der Schwerpunkt entsprechender Übungen nicht in der Anwendung von Waffengewalt. Man setzte auf Abschreckung (passive Warnungen, aktive Abwehr, Täuschen und Tarnen sowie die Flucht nach vorn). Im laufe der nächsten 10 Jahre wurden diese Maßnahmen modifiziert bis hin zum aktuell bekannten Perfektionismus. Die nachfolgenden Bilder bezeugen diesen global gesellschaftspolitisch- und militärhistorischen Vorgang mittels ausgewählter Beispiele aus dem Jahr 99 des letzten Jahrhunderts.
Historische Bildmaterial
Abschreckung I.
Abschreckung II.
Warnung I.
Warnung II.
Warnung III.
Aktive Abwehr I.
Aktive Abwehr II.
Aktive Abwehr III.
Aktive Abwehr IV.
Aktive Abwehr V.
Vortäuschung: Sind schon von anderen "Kollegen" gekapert !
Ich bin hier der Boss !
Hier Mitglieder meiner Mannschaft I.
Hier Mitglieder meiner Mannschaft II.
Hier Mitglieder meiner Mannschaft III.
Hier Mitglieder meiner Mannschaft IV.
Hier mein Leibwächter.
Abschreckung III (höchste Stufe).
"Flucht" nach vorn: Wenn das alles nichts nützt "Gas geben" ...
... und hinter der nächsten Wolkenbank Deckung suchen.
Quellennachweis: Alle Bilder (21) oben durch Periskopkamera dieses Uboots aufgenommen !
Persönliche Erklärung
Zum Abschluß meiner Ausarbeitung versichere ich beim "Bart des Propheten", dass mir der "geschiedene" BMVg, Herr KTzG, unter Datum vom 1. April 2011 mit Brief und Siegel die Veröffentlichung dieser Bilddokumentation durchlaucht zugestanden hat. Gleichzeitig erkläre ich - um nicht in Plagiatsverdacht zu geraten an Eides statt - alle oben gezeigten Fotos stammen ausschließlich aus nur mir zugänglichen Archiven. gez. Sualk Nnamhel
Rechtlicher Hinweis: Die oben gezeigten Bilder stammen tatsächlich ausnahmslos von Besatzungsangehörigen der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) während Teilnahme an der SNFM 2000. Alle Texte dieser Glosse sind frei erfunden.
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83. Über „Flottenballett“ und „Sailpast“
Das Zusammentreffen von mehreren Schiffen (Booten) auf See wird auch genutzt, um das Fahren in einem Verband zu proben. Bei diesen Übungen - im Marinejargon auch „Flottenballett“ genannt – geht es darum, das eigene Schiff auf einer befohlenen Station innerhalb des Verbandes zu fahren. Dieses „stationieren“ mag für den Laien von außen betrachtet einfach aussehen. Allerdings ist dabei ein gutes Gespür für die relative Bewegung und die Manövriereigenschaften des eigenen Schiffes (Bootes), aber auch ein hohes Maß an Verständnis für die Bewegungen der anderen beteiligten Einheiten erforderlich. Teilweise können sogar „artistisch und grazil“ anmutende Formationen dokumentiert werden.
Neben den gefechtsmäßig zu übenden Verbandsfahrten ist es (z. B. zum Abschluss eines größeren NATO-Manövers) üblich, ein „Flottenballett“ der beteiligten Einheiten durchzuführen und dieses durch Luftbilder zu dokumentieren. Im Anschluss daran kommt es häufig zu einem sogen. „Sailpast“, bei dem sich die beteiligten Einheiten durch Vorbeifahren mit gewissen „Einlagen“ voneinander verabschieden. Dieses „Vergnügen“ hat dienstlichen Charakter und ist als Belohnung für die multinationalen Besatzungen nach oft wochenlangem oder gar monatelangem Einsatz anzusehen. Danach kehren die beteiligten Schiffe in aller Regel in ihre Stützpunkte (Heimathäfen) zurück.
Nachfolgend 16 ausgewählte Beispiele aus den Jahren 2000 bis 2011 zum „Flottenballett“ und „Sailpast“ aus meinem Archiv:
"Flottenballett" (1).
"Flottenballett" (2).
"Flottenballett" (3).
"Flottenballett" (4).
"Flottenballett" (5).
"Flottenballett" (6).
"Flottenballett" (7).
"Flottenballett" (8).
"Flottenballett" (9).
"Flottenballett" (10).
"Flottenballett" (11).
"Sailpast" (1).
"Sailpast" (2).
"Sailpast" (3).
"Sailpast" (4).
"Sailpast" (5).
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84. Über Kurs- und Positionsbestimmung in See
Vorbermerkung: In meinen Erläuterungen zu AIS-Signalen etc. kommt es immer wieder vor, Schiffskurse und deren Position anzugeben. Nachfolgend werden die Zusammenhänge zum besseren Verständnis vereinfacht dargestellt.
Wichtigste Angabe zur Kurs- und Positionsbestimmung in See sind die vier Haupthimmelsrichtungen. Diese werden mit N (Nord), O (Ost) [international E (East)], S (Süd) und W (West) abgekürzt. Weitere Unterteilungen [z.B. NE (NO), SE (SO), SW und NW] sind auf der Windrose festgelegt.
Windrose mit 8-Strich-Teilung.
Windrose mit 32-Strich-Teilung.
Zur genaueren Orientierung sind in See die Himmelsrichtungen noch feiner unterteilt. Der volle Umfang der Windrose wird in 360° [360 Grad = Vollwinkel *)] im Uhrzeigersinn unterteilt und beginnt mit 0° im Norden.
0° = N 90° = O oder E 180° = S 270° = W
*) 1 Grad ist definiert als der 360. Teil des Vollwinkels. 1 Grad ist unterteilt in 60´ (Minuten) 1 Minute ist unterteilt in 60´´ (Sekunden)
Positionsbeispiele:
4. EF Wilhelmshaven: N53°32´04´´ E08°10´14´´ Straße von Gibraltar: N35°54´14´´ W85°31´16´´ Vor Djibouti: N11°40´24´´ E42°37´02´´
Kurs 270° W (2) Schiffsname: ASAKIR Flagge: Liberia Schiffstyp: Cargo Ort: Str. von Gibraltar Datum: 24.04.2011 Geschwindigkeit: 15,4 kn Kurs: 270° Zielhafen: Rotterdam/NL
Kurswechsel von 180° auf 90°
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85. In memoriamFKpt. Erich Köhler
Fregattenkapitän Erich Köhler (* 6.9.1873 in Göttingen; † 4.11.1914 vor den Westindischen Inseln nähe Barbados) ist ein Karlsruher Ehrenbürger. Der kaiserliche Seeoffizier war Kommandant S.M.S. Kleiner Kreuzer "Karlsruhe", des ersten Patenschiffes der Stadt Karlsruhe. Während des Ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) kam Köhler bei der Selbstentzündung der Karlsruhe (wahrscheinlich eine Ölexplosion) im Atlantischen Ozean bei Barbados im Alter von 41 Jahren ums Leben und ging mit seinem Schiff unter. Sein Grab ist die See. Postum erhielt Köhler am 26.3.1915 die Ehrenbürger-würde Karlsruhes. Erich Köhler hinterließ seine Frau und Tochter Gerda. In der Weimarer Republik taufte Köhlers Witwe am 20.8.1927 den Leichten Kreuzer "Karlsruhe" der Reichsmarine – das dritte deutsche Kriegsschiff mit dem Namen „Karlsruhe“ – in Anwesenheit vom damaligen Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Finter (1872–1941), der die Taufrede hielt.
Die Deutsche Marine urteilt noch heute über Köhler: „Die von dem Kommandanten Fregattenkapitän Erich Köhler gewählte Art der Kriegsführung war damals wie heute beispielhaft für die Seekriegsführung.“
Zeitgenössisches Gemälde mit Kriegshelden (FKpt Erich Köhler (stehend) zweiter von rechts).
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86. Mitfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal
Vorbemerkung Auch Boote und Schiffe der Deutschen Marine nutzen den Nord-Ostsee-Kanal als schnelle Verbindung zwischen Nord- und Ostsee. Außer den Einsatzgruppen-versorgern (EGV) konnten in jüngster Zeit viele Boote, Versorger und Fregatten per AIS-Signal beim Kanaltransit in beiden Richtungen beobachtet und teilweise durch Bilder von am Kanal installierten Webcam´s dokumentiert werden.
Wissenswertes Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK; internationale Bezeichnung: Kiel Canal) verbindet die Nordsee zwischen Brunsbüttel an der Elbmündung mit der Ostsee bei Kiel-Holtenau an der Kieler Förde. Der Kanal ist nach Anzahl der Schiffe die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Der knapp 100 km lange Kanal erspart den ca. 900 km längeren Seeweg um die Nordspitze Dänemarks bei Skagen. Die erste künstliche Wasserstraße zwischen Nord- und Ostsee war der 1784 in Betrieb genommene Schleswig-Holstein-Canal, der 1853 in Eiderkanal umbenannt wurde. Der heutige Nord-Ostsee-Kanal wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und trug diesen Namen bis 1948. Der Kanal gehört zu den spiegelgleichen Seekanälen und wird an beiden Enden durch Schleusen gegen die wechselnden Wasserstände (verursacht durch Gezeiten oder Windstau) der Nordsee und der Ostsee abgeschlossen. Die Kilometrierung beginnt in Brunsbüttel in Richtung Osten aufsteigend bis Kiel-Holtenau. Acht Straßen und vier Eisenbahnstrecken überqueren den Nord-Ostsee-Kanal auf insgesamt zehn Brücken, dreizehn Fahrzeug- und eine Personenfähre ermöglichen den Transport auf die andere Seite, und bei Rendsburg existieren seit 1961 ein Straßen- und ein Fußgängertunnel. Alle Brücken haben für die Schifffahrt die gleiche Durchfahrtshöhe von 42 Metern. Für die Kanalpassage sind Schiffe mit folgenden Maximalabmessungen zugelassen: Länge 235 m, Breite 32,5 m, Höhe 40,0 m und Tiefgang 9,5 m. Die Höchstgeschwindigkeit richtet sich nach der Schiffsklasse und liegt für die großen Schiffe bei 12 km/h (6,5 kn) und für alle übrigen Schiffe bei 15 km/h (8,1 kn). Eine Fahrt durch den Kanal dauert zwischen 6 bis 8 Stunden. Jedes größere Schiff, das den Nord-Ostsee-Kanal durchfährt, ist verpflichtet einen Kanallotsen aufzunehmen. Die Kanallotsen werden in den Schleusen Kiel- Holtenau bzw. Brunsbüttel aufgenommen und in etwa der Kanalmitte an der Station Rüsterbergen gewechselt. In Rendsburg gibt es seit 1997 beim Restaurant „Brückenterrassen“ eine Schiffsbegrüßungsanlage. Dort wird jedes Schiff zwischen 11 Uhr morgens und Einbruch der Dunkelheit durch Dippen der Flagge und mit der jeweiligen Nationalhymne begrüßt.
Mitfahrt In einer bebilderten ideellen Mitfahrt an Bord der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) von Brunsbüttel nach Kiel-Holtenau wollen wir in diesem Beitrag nachvollziehen, wie Besatzungsangehörige von Deck aus während Freiwache oder von der Brücke aus während Dienst die Kanalpassage erleben. Auf die Wiedergabe von persönlichen Eindrücken über Schiffsbegegnungen oder die vorbeiziehenden Landschaften müssen wir hier leider verzichten. Geschildert werden stattdessen nachvollziehbar für Jedermann mit Angabe der fortlaufenden Kanalkilometer (Kanal-Km) Querungen von Brücken und Fähren. Nur eines können wir von Bord aus nicht sehen: Den Kanaltunnel bei Rendsburg !
Traditionen Seit der ersten ersten Kanalpassage der Fregatte F 223 KARLSRUHE (IV) anno 1962 wurden sogen. "Kanalwetten" (Abschätzung der Zeit vom Einlaufen Schleuse A bis Auslaufen Schleuse B) zu Gunsten des Karlsruher Städtischen Kinderheims abgeschlossen. Diese "Tradition" wird bis zum heutigen Tag auch von den Besatzungen der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) gepflegt. Hinweis: Im Bild die "alte" und die "neue" Grünentaler Brücke in einer Aufnahme von 1986. Von der "alten" Brücke stehen heute nur noch die Gründungspfeiler als Aussichtsplattformen.
Nonplusultra: Mit 50.760 BRT, 230 Meter Länge, 29 Meter Breite und 6,7 Meter Tiefgang ist das Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN DREAM das größte Schiff, das den Nord-Ostsee-Kanal gerade noch passieren kann.
Eine absolute Besonderheit dabei ist, dass Aufbauten und der Schornstein hydraulisch umgekippt werden können. Mehr als 39 Meter Höhe lassen die Brücken im Kanal nicht zu. Die Spezialkonstruktion stammt von der Bremerhavener Lloyd-Werft, die das Schiff 1989 verlängert und entsprechend ausgerüstet hat.
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87. Neun "Grenzübertritte" mit Klasse K130 auf der Elbe
Trotz "Pleiten, Pech und Pannen" - oder gerade deswegen - begleiten wir mal aus "Spaß an der Freude" eine Korvette der Klasse K130 (aus dem NOK kommend) auf der Elbe von Brünsbüttel nach Hamburg in die Werft.
Erläuterung: Die Entfernung zwischen Brunsbüttel (NOK) und Hamburg (Stadtgrenze) von ca. 50 Flußkilometern in der idealen (GPS-gestützten) Fahrrinne wird von allen Schiffen (unabhängig deren Tonnage) in etwa zwei Std. zurückgelegt.
"Grenzübertritt" 1: SH → NS
"Grenzübertritt" 2: NS → SH
"Grenzübertritt" 3: SH → NS
"Grenzübertritt" 4: NS → SH
"Grenzübertritt" 5: SH → NS
"Grenzübertritt" 6: NS → SH
"Grenzübertritt" 7: SH → NS
"Grenzübertritt" 8: NS → SH
"Grenzübertritt" 9: NS/SH → HH
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88. Fregatte F 212KARLSRUHE in der Werft
Wahrscheinlich zum letzten Mal vor der Außerdienststellung um 2014/15 wurde die Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) einer Planmäßigen Inspektion (PI) unterzogen. Mit ausgewählten Bildern begleiten wir deshalb diese „Rundumverjüngungskur“ in der Neuen Jadewerft Wilhelmshaven (NJW) vom 21.03. bis 14.07.2011. Nach der Beseitigung des „Steigungsversagers“ am Backbordpropeller und der Ertüchtigung vieler maschinentechnischer Aggregate und Systeme erstrahlt nach dem Pönen vom Rumpf bis zur Mastspitze unsere „alte Dame“ nun nochmals in „neuem Glanz“!
Nach zweiwöchiger Arsenalliegezeit I zur "Entmilitarisierung" im Marinearsenal Wilhelmhaven verlegt "Karlsruhe" am 21.03.2011 in die Neue Jadewerft (NJW) Wilhelmshaven zur Planmäßigen Inspektion (PI).
Unmittelbar nach dem ...
Eindocken beginnt die ...
Einrüstung des gesamten Schiffskörpers ...
und parallel dazu ...
eine komplette ...
"Verplanung" zum Schutz gegen Witterungseinflüsse.
Neben notwendigen Reparaturen und dem Austausch von Aggregaten erfolgte eine "Rundumerneuerung" des Anstrichs des gesamten Schiffs.
Im Bild die Halterung für den Backbordantrieb ohne den bereits abgezogenen Propeller. Im kleinen Bild eine abgerissene Ölleitung - Ursache für den sogen. "Steigungsversager".
Insbesondere die Unterwasserseite der Fregatte vom Sonar ...
über den gesamten Kiel ...
bis zum Heck wurde gründlich entrostet und danach mehrschichtig neu gepönt.
Nach etwa zehn Wochen ...
im Dock ...
mit deutlich sichtbaren Erfolgen zur "Verjünjungskur" wurde der Dockaufenthalt beendet.
Am 06.06.2011 verlegt die "Karlsruhe" vom Dock an den ...
Ausrüstungskai der NJW. Bereits einen Tag später belegt das Schwesterschiff "Lübeck" den Platz der "Karlsruhe" im Dock. Deren Besatzung logiert fortan im Wohnboot Y 891 ALTMARK direkt neben der "Wische" der Karlsruhe - Besatzung.
Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) in "neuem Glanz" Ende Juni 2011 am Ausrüstungskai der NJW.
Im Bild von links: Die völlig verplante "Karlsruhe", das Wohnboot "Wische" und die Werfthalle der NJW. Hinweis: Die Besatzung der Fregatte F 212 KARLSRUHE hat während der gesamten Wertliegezeit auf dem Wohnboot Y 895 WISCHE logiert.
Der Rückverlegung in das MARS Wilhelmshaven am 14.07.2011 folgt die sogen. Arsenalliegezeit II. Mit dem "Funktionsnachweis See" wird Anfang Oktober 2011 die (letzte) Planmäßige Inspektion (PI) der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) beendet.
Ich wünsche meiner "alten Dame" Fregatte "Karlsruhe" und Besatzung an dieser Stelle weiterhin:
"Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und stets eine glückvolle Heimkehr!
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89. „Ein-Wellen-Fahrten" mit Fregatte F 212 KARLSRUHE (V)
Einführung Wie bereits an anderen Stellen unter EXTRAS´s KAR gezeigt, befasse ich mich auch gerne mit Statistik. Nachfolgend zur Erinnerung zwei Beispiele:
Pkt. 22. F 212 KARLSRUHE 9132 Tage im Dienst der Flotte Eine Untersuchung mit statistischen Methoden
und
Pkt. 23. Betrachtung zur Verwendungsdauer bisheriger Kommandanten Fregatte F 212 KARLSRUHE (V)
Nicht die bisherige Dienstzeit der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) oder die bisherige Verwendungsdauer deren Kommandanten sind heute Gegenstand meiner Betrachtungen. Es ist die konventionelle Fortbewegungsart der „Karlsruhe“ mittels Dieselmotor (Gasturbine) und Propeller. Oder genauer: Es ist der Backbordantrieb. Hier gab es 2009 und 2010 gleich zwei Mal erhebliche Probleme, die von Kommandant und Besatzung nach meiner Auffassung in beiden Fällen mit seemännischen Meisterleistungen bewältigt wurden.
Verwendung F 212 KARLSRUHE 2009 Vom 24.08. - 05.12.2009 kombinierte Teilnahme an SNMG 2 -UNIFIL-SNMG 2. Angelaufen wurden die Häfen von Catania/Sizilien, Djibouti, Mombasa/Kenia, Reede Algeciras und Cadiz/Spanien.
Auf der Rückreise von Djibouti mit Kurs Heimathafen fällt am 22.11. südöstlich Kreta der Bachborddiesel aus. Die verbleibende Wegstrecke von rd. 3100 sm legt KARLSRUHE mit nur einer Welle – dem Steuerbordantrieb – zurück. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit während der nächsten 11 Seetage reduziert sich auf unter 12 kn. Nach zweitägigem Versorgungsstopp in Cadiz/Spanien wird Wilhelmshaven am 05.12.2009 erreicht. Als Vorsichtsmaßnahme und zur Absicherung wird die Fregatte ab dem englischen Kanal in Höhe Plymouth von einem Hochseeschlepper der Deutschen Marine bis Schillig Reede begleitet.
Ausfall Backbordantrieb am 22.11 2009. (im kleinen Bild unten rechts der "Übeltäter")
Einlaufen Wilhelmshaven am 05.12.2009.
Besatzung und "ihr Käpt´n" sind erleichtert und stolz zuglich, den Heimathafen mit eigener Kraft erreicht zu haben.
Die Heimkehrer werden von fast 800 (!) Angehörigen und Freunden der Fregatte "Karlsruhe" begrüßt.
Verwendung F 212 KARLSRUHE 2010 Vom 12.04. – 17.07.2010 Teilnahme an der SNMG 1. Angelaufen wurden die Häfen von Kopenhagen/DK, Cadiz/Spanien sowie die kanadischen Häfen St. John´s, Quebec und Halifax.
Wenige Tage vor der Teilnahme an den Feierlichkeiten aus Anlass „100 Jahre Canadian Navy“ in Halifax/Canada musste wegen eines sogen. „Steigungsversagers“ der Propeller des Backbordantrieb geblockt werden. Da zur Schadensanalyse und Reparatur ein Eindocken erforderlich gewesen wäre, hat sich die Schiffsführung in Absprache mit dem Flottenkommando entschlossen, die Heimreise am 30.06. über den Nordatlantik mit nur einer Welle – dem Steuerbordantrieb – durchzuführen. In steter Begleitung durch den Betriebsstofftanker „Spessart“ benötigt die KARLSRUHE mit einer Reisegeschwindigkeit um die 9,5 kn für die Atlantiküberquerung von ziemlich genau 3000 sm knapp 17 Tage bis zum Einlaufen in Wilhelmshaven am 17.07.2010.
Am 17.07.2010 erreicht F 212 KARLSRUHE den Heimathafen.
Als erste gehen nach alter Tradition "Frau Käpt´n" und Tochter an Bord. (im kleinen Bild unten rechts der "Übeltäter)
Danach wird das Schiff der glückvollen Atlantiküberquerer von Angehörigen und Freunden der Fregatte "Karlsruhe" geradezu erstürmt.
Ansicht der Aufhängung des Backbordantriebs ohne Propeller in der Werft.
Zusammenfassung Es sind also nicht die hoch technisierten Waffensystem oder die Computer gestützten Führungsmittel in der OPZ, die der „alten Dame“ F 212 KARLSRUHE (V) Probleme bereiten. Der Ausfall eines dieser Systeme hätte keine Folgen für die nautischen Fähigkeiten der Fregatte und würde auch von einem Außenstehenden nicht bemerkt. Völlig anders die Situation bei der heute möglichen „Überwachung“ von Position, Kurs und Geschwindigkeit schwimmender Einheiten mittels AIS-Signalen. Es fällt zumindest dem geübten Auge auf, wenn die übliche Marschgeschwindigkeit deutlich für längere Zeit unterschritten wird. Wie auch immer: 3 BZ! für Kommandant und Besatzung „Karlsruhe“ für die meisterliche Bewältigung nautischer Probleme auf See. Und: Vielleicht wird FKpt Matthias Schmidt eines Tages als „6000 sm Einwellenfahrer“ in die Geschichtsschreibung der Deutschen Marine zur Klasse F122 - immer verbunden mit dem Namen „Karlsruhe“ - aufgenommen. Nach der aktuellen PI wünsche ich mit DRAV „meiner“ KARLSRUHE noch einige „gesunde“ Lebensjahre ohne konventionelle Antriebs-probleme.
Hinweis: DRAV ist das internationale Rufzeichen der Fregatte F 212 KARLRUHE und bedeutet nach Lesart der Besatzung: Dem Ruf Allzeit Verpflichtet
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90. Memorandum zum Traditionserhalt
Traditionserhalt Ein Memorandumvon Klaus Lehmann und Matthias SchmidtBad Herrenalb/Wilhelmshaven, 6. Juli 2011
Einleitung Für viele maritim begeisterte “Landratten”, aktive und ehemalige Marinesoldaten sowie alle Befürworter von Patenschaftsbeziehungen zwischen deutschen Städten und Marineschiffen stellt sich bereits heute die besorgte Frage:
Wird es nach der planmäßigen Außerdienststellung der Fregatten F 210 EMDEN (V), F 211 KÖLN (V) und F 212 KARLSRUHE (V) in der Deutschen Marine nach 2015 Fregatten/Korvetten EMDEN (VI), KÖLN (VI) und KARLSRUHE (VI) geben ?
Versuch einer Bestandsaufnahme Unter realen Gesichtspunkten muss diese Frage leider mit “Nein” beantwortet werden. Die Namen der bis Anfang der 20er Jahre des Jahrhunderts zulaufenden Fregatten der Klasse F 125 und Korvetten der Klassen K 130 A (K 131) sind zum größten Teil bereits vergeben. Die Fregatten werden wohl nach den Bundesländern BADEN-WÜRTTEMBERG, NORDRHEIN-WESTFALEN, SAARLAND, SACHSEN-ANHALT und THÜRINGEN benannt werden. Man spricht hier bereits von der "Baden-Württemberg-Klasse".
Hinweis: Weitere Details hierzu unter Link: „Visionen KARLSRUHE (VI)“.
Die nächste echte „Chance“ auf eine KARLRUHE (VI) ist wohl erst wieder beim Mehrzweckkampfschiff (MKS 180) bzw. einer kleineren MCM-Einheit/OPV zu erwarten - und das kann dauern !!!
Ein Blick in die Zukunft Frühestens mit der Indienststellung weiterer Fregatten und Korvetten – deutlich nach 2020 – kämen nach unserer Einschätzung eine Wiederbelebung der Traditionsnamen der Schiffe „Emden“ (seit 1908), „Cöln/Köln“ (seit 1909) und „Karlsruhe“ (seit 1912) in betracht. Bis dahin hat allerdings sowohl in den Patenstädten, als auch bei der Deutschen Marine ein deutlicher Generations-wechsel stattgefunden. Keinesfalls kann schon heute einigermaßen seriös abgeschätzt werden, ob sich in der nächsten Generation Personen finden, die sich um den Traditionserhalt in den Patenstädten und der Deutschen Marine ernsthaft bemühen werden.
Wie kann man das „vergessen werden“ positiv beeinflussen? Nach unserer Auffassung müssen Denkansätze zum Traditionserhalt in den Patenstädten erarbeitet werden. Und zwar nicht erst beim „Abgesang“ kurz vor Außerdienststellung der Fregatten „Emden“, Köln“ und „Karlsruhe“ um 2015. Dazu bedarf es neben den Stadtverwaltungen der Unterstützung langfristig engagierter Bürger sowie der lokalen Marinekameradschaften und Freundeskreise. Zur rechtzeitigen Bürgerinformation muss Pressearbeit geleistet werden. Letztlich entscheidet der Bürgerwille – das funktioniert aber nur, wenn sich aus dessen Kreis eine „Führungsfigur“ finden lässt, die sich dem „Projekt Traditionserhalt“ langjährig mit Zielstrebigkeit und Ausdauer zur Verfügung stellt. So zu sagen eine „Lebensaufgabe“. Auseinandersetzungen mit selbst definierten „Kriegsgegnern“ und politisch Andersdenkenden sind dabei möglichst zu vermeiden. Von Seiten der Marine müsste sich ein "Ehemaliger" finden, der z. B. eine Homepage für eine "Kameradschaft ehemaliger F 212er Karlsruhe-Fahrer" aufbaut, Adressenlisten pflegt und Treffen organisiert.
Welche Ansätze sind bereits heute vorhanden bzw. zu erwarten? Die Patenschaftspflege Karlsruhe – KARLSRUHE auf Gegenseitigkeit genießt in der Patenstadt und bei der Bundesmarine/Deutsche Marine seit Oktober 1959 ununterbrochen höchste Wertschätzung. Möglich war das durch die Aktivitäten der Karlsruher Bürgermeister und deren Stadtverwaltung unter enger Einbindung von Initiativen verschiedener Vereine, der Karlsruher Geschäftswelt und einzelner engagierter Bürger der Stadt. Auch die Patenschaften zwischen den Städten Emden/Köln und den Geleitbooten/Fregatten EMDEN/KÖLN wurden seit Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts mit wechselnder Intensität wahrgenommen. In Köln hat sich jedoch „erst“ 2007 der „Freundeskreis Fregatte e.V.“ konstituiert, der seit dem sehr erfolgreich die Arbeit im Kölner Rathaus unterstützt. In Emden ist im Sept. 2010 die Idee geboren wurden, die in Emden gebaute Fregatte EMDEN (V) nach deren Außerdienststellung als Touristenattraktion (Museumsschiff) „heimzuholen“. Derzeit wird geprüft, ob sich finanzstarke Bürger zur Gründung eines Vereins der „Freunde der Fregatte Emden“ finden. Ein für die Stadt an der Nordsee lobenswertes Vorhaben.
Wie könnte das Bürgerengagement nun so um 2020 aussehen?
Stadt Emden: Irgendwo im Hafen liegt ex F 210 EMDEN (V) als erfolgreiche Touristenattraktion an der Pier im Emshafen.
Stadt Köln: Neben den Asservaten des Kleinen Kreuzer KÖLN (I) - ein auf Norderney angetriebenes Kutterwrack – und dem Heckanker der Fregatte KÖLN (IV) wird in der Kölner Eigelstein Torburg auch der Buganker der Fregatte KÖLN (V) ausgestellt.
Stadt Karlsruhe: Hier könnte das Wappen vom Bug und der Anker des vorerst letzen Schiffes KARLSRUHE in den Deutschen Marinen seit 1912, der Fregatte KARLSRUHE (V), publikumswirksam ausgestellt werden. Über den Ort der Aufstellung sollten schon heute in den zuständigen Dezernaten für Bau und Kultur erste Überlegungen angestellt werden. Vorschlagen kann man z. B. einen Platz im Innenstadtbereich oder Schlossgarten, den über mehr als fünf Jahrzehnte auch die „blauen Jungs“ der Schiffe KARLSRUHE (IV/V) während Patenschafts- und Adventsbesuchen betreten haben.
In Frage käme auch ein Ort in Nähe der Anlegestelle des FGS „Karlsruhe“ am Steiger 1 des Karlsruher Rheinhafens.
Auch eine Dauerausstellung im Prinz Max Palais (Stadtmuseum) für alle bisherigen fünf Kreuzer und Fregatten „Karlsruhe“ könnte man sich vorstellen, wo sich marinehistorisch Interessierte und der potenzielle Nachwuchs informieren könnten.
Vorschlag: Dauerausstellung im Prinz Max Palais (Stadtmuseum).
Schlussbetrachtung Die von den Autoren erarbeiteten Denkanstöße in diesem Memorandum richten sich in erster Linie an die Adresse der verantwortlichen in den Rathäusern der Patenstädte. Aber auch die Deutsche Marine könnte einen Beitrag zum Traditionserhalt leisten. Hier denken wir an die zukünftigen Doppelbesatzungen der Fregatten Kl. 125 und schlagen z. B. vor:
Erst - Besatzung: Stammbesatzung der Fregatte BADEN-WÜRTTEMBERG Zweit - Besatzung: „Karlsruher“ auf der Fregatte BADEN-WÜRTTEMBERG
24.08.2011 - Auch die Deutsche Marine beschäftigt sich vorausschauend mit der zukünftigen Vergabe von Schiffsnamen und Besatzungspatenschaften. Den Beitrag lesen Sie HIER !
S.M.S. KARLSRUHE (I) war im Ersten Weltkrieg ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine und Namensgeber der „Karlsruhe-Klasse“ mit dem Schwesterschiff S.M.S. ROSTOCK.
S.M.S. KARLSRUHE (II) war im Ersten Weltkrieg ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine. Er war das zweite Schiff der neuen „Königsberg-Klasse“ mit den Schwesterschiffen S.M.S. KÖNIGSBERG, S.M.S. NÜRNBERG und S.M.S. EMDEN.
Indienststellung S.M.S. KÖNIGSBERG: 12.08.1916 Endschicksal: 1936 in Frankreich verschrottet
Der Leichte Kreuzer KARLSRUHE (III) war ein deutsches Kriegsschiff, das für die Reichsmarine der Weimarer Republik erbaut und später von der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Er war das zweite von drei gebauten Schiffen der dritten Generation der „Königsberg-Klasse“. Alle drei Schiffe waren die dritten Namensträger ihrer jeweiligen Patenstädte.
KÖNIGSBERG (III) Indienststellung: 17.04.1929 Endschicksal: nach 1945 in Bergen abgewrakt
Die Fregatte F 223 KARLSRUHE (IV) wurde ursprünglich als Geleitboot G4 der Klasse G 55 bezeichnet und war ein Schiff der früheren Bundesmarine. Nach dem Typschiff gehörte das Schiff zur Klasse F120 („Köln-Klasse“). Sechs dieser Schiffe wurden zwischen 1961 und 1964 in Dienst gestellt. Alle Einheiten wurden zwischen 1982 und 1989 außer Dienst gestellt und durch Fregatten der Klasse F122 ersetzt. (Planungen Mitte der 1970er Jahre für eine Klasse F121 wurden nicht umgestzt.)
Besonderheit: Die als Geleitboote der Klasse G 55 gebauten Einheiten wurden seit 1965 als Fregatten der Klasse F120 (Köln-Klasse) bezeichnet.
ex Geleitboot G1KÖLN → Fregatte F 220KÖLN ex Geleitboot G2EMDEN → Fregatte F 221 EMDEN ex Geleitboot G3AUGSBURG → Fregatte F 222 AUGSBURG ex Geleitboot G4KARLSRUHE → Fregatte F 223KARLSRUHE ex Geleitboot G5LÜBECK → Fregatte F 224LÜBECK ex Geleitboot G6BRAUNSCHWEIG → Fregatte F 225BRAUNSCHWEIG
F 220 KÖLN Indienststellung: 15.04.1961 Endschicksal: seit 1989 als Hulk in Neustadt/Holstein
F 221 EMDEN Indienststellung: 24.10.1961 Endschicksal: nach 1992 in der Türkei verschrottet
F 222 AUGSBURG Indienststellung: 07.041962 Endschicksal: 1989 in Hamburg verschrottet
F 223 KARLSRUHE Indienststellung: 15.12.1962 Endschicksal: nach 1992 in der Türkei verschrottet
F 224 LÜBECK Indienststellung: 06.051963 Endschicksal: nach 1992 in der Türkei verschrottet
F 225 BRAUNSCHEIG Indienststellung: 16.06.1964 Endschicksal: nach 19892 in der Türkei verschrottet
Weitere Angaben zu den Einheiten der „Köln-Klasse F 120“ unter Link: „EXTRA´s Schiffe KAR 2“ – Pkt. 034. „Endschicksal Fregatte F 223 KARLSRUHE (IV)“.
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Hinweis: Die sieben Schwesterschiffe der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) habe ich bereits unter Link: „EXTRA´s Schiffe KAR 1“ – Pkt. 06: „Übersicht über acht Fregatten der Bremen-Klasse (Klasse F122)“ vorgestellt.
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