Fregatte F 223 KARLSRUHE (V) Offizielles Patenschiff der Stadt Karlsruhe seit 8. Januar 1982
Die Fregatte KARLSRUHE (V) ist als sechstes Schiffs der Klasse 122 unter der Baunummer 161 am 10. März 1981 in Kiel aufgelegt worden, wobei einzelne Module auf der Kieler Werft bereits seit März 1980 vorgefertigt wurden. Mit dem ersten aufschwimmen am 8. Januar 1982 wurde auch der Taufakt durch Frau Edeltrud Dullenkopf, Gattin des Oberbürgermeisters von Karlsruhe Otto Dullenkopf, vollzogen. Am 31. Juli 1982 wurde die Fregatte nach Bremen zur Endausrüstung verlegt. Am 19.04.1984 wurde die Fregatte KARLSRUHE (V) als fünftes Schiff der Klasse 122 feierlich in Dienst gestellt.
Nach erfolgreichen Einsätzen in vielen nationalen und internationalen Übungen und Manövern wurde die KARLSRUHE Ende der 80er Jahre zum Führungsschiff ausgebaut. Mit einer erhöhten Anzahl von typischen Fernmeldeanlagen und der Möglichkeit, eine militärischen Satellitenkommunikationsanlage an Bord nehmen zu können, wurde das Schiff in die Lage versetzt, Aufgaben eines eingeschifften Stabes zur Führung eines Verbandes zu übernehmen.
Seit Mitte der 1990er Jahre wurde die Bewaffnung und Ausstattung der Fregatte zeitweise („Goal Keeper“) oder dauerhaft (z. B. Flugkörpersystem RAM, Radar TRS 3D/32 u. a. Systeme) ständig angepasst. Zuletzt 2007 durch den Einbau von zwei Marineleichtgeschützen (MLG 27).
Nach Beendigung des Kalten Krieges haben sich auch die Aufgaben des Schiffes über den Konvoischutz, der U-Boot-Jagd sowie der allgemeinen Überwasserseekriegsführung im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung, für die dieser Schiffstyp ursprünglich ausgelegt wurde, inzwischen erweitert. Die Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) ist aufgrund ihrer langen Seeausdauer weltweit einsetzbar.
Seit 1990 traten Aufträge in der Krisenvorbeugung und Krisenabwehr immer mehr in den Vordergrund. Die Aufgaben der F 212 KARLSRUHE im Rahmen der Einheiten im 4. Fregattengeschwader der Einsatzflottille 2 mit Heimathafen Wilhelmshaven sind heute wie folgt definiert:
→ Beitrag zur Landes und Bündnisverteidigung durch den Schutz von Seeverbindungen und wichtigen Seeräumen.
→ Aufklärung und Unterbrechen gegnerischer Seeverbindungen.
→ Krisenbewältigung und Anwesenheit in wichtigen Seeräumen und Beteiligung an Maßnahmen Sicherung und Wiederherstellung von Frieden.
→ Embargokontrolle und Embargodurchsetzung.
→ Unterstützung von Behörden im Rahmen von Such- und Rettungsdienst, Hilfeleistung bei Katastrophen und Unfällen sowie Überwachung der Einhaltung von Umweltbestimmungen.
→ Vertretung der Bundesrepublik Deutschland im Ausland unter Beachtung der Namensträgerschaft der Patenstadt Karlsruhe.
Bisheriger Lebenslauf Fregatte F 212 KARLSRUHE (V):
Bau, Taufe und Erprobung 1981 - 1983
Bei der Howaldtwerke-Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel wurde am 10.3.1981 durch symbolischen Kiellegung mit dem Bau der sechsten Fregatte der Klasse 122 - der späteren Fregatte F 212 KARLS-RUHE (V) – begonnen, die jedoch wegen Verzögerungen beim Bau der KÖLN bereits am 19.4.1984 als fünftes Schiff in Dienst gestellt wurde.
Am 8.1.1982 schwamm das Schiff nach der Taufrede durch den Karlsruher Oberbürgermeister Otto Dullenkopf und der Taufe seiner Gattin Edeltrud Dullenkopf bei den Howaldtwerken – Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel auf.
Die teilausgerüstete KARLSRUHE wurde zur weiteren Fertigstellung Ende Juli 1982 zum General-unternehmer Bremer Vulkan nach Bremen verbracht. Ende Oktober 1983 hat KARLSRUHE (V) nach Erprobungsfahrten unter Werftflagge erstmals in ihrem künftigen Heimathafen Wilhelmshaven festgemacht. Für die mehrmonatige Funktionserprobung (Mitte Oktober1983 bis Ende Januar 1984) hat der erste Kommandant des Schiffes, Fregattenkapitän Peter Hoffmann, nach setzen der Bundesflagge am 7.10.1983 die navigatorische und nautische Verantwortung übernommen. Erste Fahrten zum Funktionsnachweis führen die KARLSRUHE im Nov./Dez. 1983 in die Deutsche Bucht, Nord- und Ostsee, sowie in norwegische Gewässer und zurück zum Endausbau beim Bremer Vulkan.
Indienststellung am 19. April 1984
Fortsetzung der Funktionsnachweise mit Marsch nach Lissabon im Januar 1984. Am 19.4.1984 feierliche Indienststellung der neuen Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) durch den Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Fromm. Am 2.5. Auslaufen zur 1. Einzelausbildung in die Nordsee. Mit der Teilnahme an DESEX 2/84 (14.6. bis 29.6.) absolvierte KARLSRUHE ihr 1. Manöver. Die Fahrt führte in isländische und norwegische Gewässer. Am 20.6. wurde dabei erstmals der Polarkreis überquert. Es wurden die Häfen Reykjavik/Island und Ulsnes/Norwegen angelaufen. Am 24.8. repräsentierte die Fregatte KARLSRUHE beim „Wochenende der Marine“ im Ostseebad Damp. In den nachfolgenden Monaten wurden Garantiearbeiten durch die Bauwerft in Bremen abgewickelt.
19. April 1984: Der Befehlshaver der Flottee, Vizeadmiral Günter Fromm neben dem Karlsruher Oberbürgermeister Otto Dullenkopf. Dahinter Kommandant Peter Hoffmann.
Ersttagsblatt aus Anlaß der Indienststellung der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) am 19. April 1984
Neben dem Ausbildungsbetrieb 1985 im Heimathafen repräsentierte die KARLSRUHE beim 756. Hafengeburtstag in Hamburg (10. - 13.5.), bei der Kieler Woche (25.6. – 1.7.) mit dem Hafenkonzert (30.6.) des Studio Karlsruhe vom SDR und beim „Wochenende der Marine“ vom 9. bis 12.8. in Flensburg. Während einer Ausbildungsfahrt erfolgte am 28.8. der 1. Flugkörperabschuss in der Deutschen Bucht. Von Ende September bis Anfang Dezember 1985 lag die Fregatte KARLSRUHE im Marinearsenal Wilhelmshaven zu Umrüstarbeiten an den Waffensystemen.
1986: „Flottenabitur“ bei BOST und 1. Teilnahme an SNFL
Zwischen 1.3. und 12.4. 1986 erhalten F 212 KARLSRUHE und ihre Besatzung die erste Ausbildung bei BOST in Portland/Großbritanien, die erfolgreich abgeschlossen wird. Während der 1. Teilnahme an SNFL vom 28.4. bis 26.8. im Atlantik und in nordischen Gewässern stellen Schiff und Besatzung Einsatzfähigkeit und Ausbildungsstand unter Beweis. Während dieser Reise wurden die Häfen Brest, Bergen, Antwerpen, Lissabon, Den Helder, Kiel, Newcastle, Rotterdam, Aalborg und Stavanger angelaufen. Ende September 1986 Kommandantenwechsel von Fregattenkapitän Peter Hoffmann zu Korvettenkapitän Richard Himstedt. Vom 4. bis 11. Oktober Teilnahme an den Manövern US-BALTOPS 86 in der Ostsee und anschließend vom 27. Oktober bis 1. November an „Grüner Aal“ in der Nordsee.
1987: 75 Jahre Patenschaft Karlsruhe – KARLSRUHE
Das Jahr 1987 beginnt für KARLSRUHE mit einer planmäßigen Werftliegezeit vom 12.1. - 18.3. in Bremen. Es folgt eine weitere Ausbildung (24.5. bis 3.7.) in Portland/GB durch Teilnahme am BOST. Die längste Abwesenheit vom Heimathafen bringt die Teilnahme an STANAVFORLANT vom 20.8. bis 10.12. mit sich. Anlaufhäfen bei dieser Reise waren Flensburg, Liverpool, Devenport, Amsterdam, Rosyth und Den Helder. Am 11.11. wurde auf hoher See der 75. Jahrestag der Patenschaft Karlsruhe – KARLSRUHE (1912 – 1987) begangen. Die Stadt Karlruhe gratuliert per Seefunk.
1988: 25. Weihnachtsbesuch im städtischen „Sybelheim“
Vom 29.2. – 18. 3.1988 Teilnahme an SEF 1/88 in der Nordsee. Anschließend für KARLSRUHE AAG 105/88 als CTG-Flaggschiff vom 12.4. bis zum 22.6. über den Atlantik in die Karibik und in südamerikanische Gewässer bis nach Venezuela. Besondere Höhepunkte für die Besatzung waren das Anlaufen der Häfen von La Guayra, Roosevelt Roads, San Juan, Charlotte Amalie und Malaba/Bermudas. Vom 31.8. - 21.9. folgte die Teilnahme am Manöver „Teamwork“ 88 als BdF-Flaggschiff in der Nordsee. Bei dieser Fahrt befand sich das Schiff während einer Ausbildungsetappe 3 Wochen ununterbrochen auf See ohne Hafenaufenthalt. Den Abschluß des Jahres bildete für KARLSRUHE vom 24.10. – 15..11. die Teilnahme am Joint Maritime Course (JMC 3/88) in Schottland. Bei dieser Reise wurde der Hafen von Rosyth/Großbritanien angelaufen.
1989: Ein Mann – zwei Schiffe Norbert Freudenberg 11 Jahre Patenschaftsoffizier
1989 beginnt für KARLSRUHE erneut als CTG-Flaggschiff. Zwischen 1.2. u. 12.4. Teilnahme am JMC 1/89 in Schottland, DESEX 1/89 und AAG 103/89 (FORACS) im Mittelmeer. Es werden die Häfen Rosyth/GB, Lissabon, Souda auf Kreta/GR, Palermo und Toulon angelaufen. Nach Rückkehr folgt eine Werftliegezeit (26.4. – 28.8.) beim Bremer Vulkan in Bremen und im Marinearsenal Wilhelmshaven. Dazwischen Anfang Juli 1989 Kommandantenwechsel von Fregattenkapitän Richard Himstedt zu Fregattenkapitän Karl-Eckhard Dröge. Den Abschluss des Jahres bildet vom 21.10. bis 17.12. eine weitere Ausbildung der Besatzung beim BOST vor der englischen Küste und im Hafen von Portland/GB.
Oberleutnant z. S. Norbert Freudenberg erhält nach 11 Jahren ununterbrochener Tätigkeit (1978 - 1989) als Patenschaftsoffizier der Fregatten F 223 KARLSRUHE (IV) und F 212 KARLSRUHE (V) aus der Hand von Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerhard Seiler als offiziellen Dank der Patenstadt die Ehrenvase der Stadt Karlsruhe überreicht.
1990: Fregatte F 212 KARLSRUHE in der Karibik fast fünf Monate auf See
Bereits am 4.1.1990 verlässt KARLSRUHE Wilhelmshaven zur Teilnahme an SNFL in Richtung Karibik. (bis 11.4. als Flaggschiff für CSNFL - FAdm. Laudien). Bis zur endgültigen Rückkehr in den Heimathafen am 30. 5 wurden die Häfen Roosevelts Roads/Puerto Rico, Charlotte Amalie auf St. Thomas/USA, Port Everglades/USA, New Orleans /USA, Halifax/Kanada und Ponta Delgada auf Sao Miguel/Portugal, (Wilhelmshaven kurzer Zwischenaufenthalt), Lissabon/ Portugal, Santander/Spanien und Lorient/Frankreich angelaufen. Vom 2.9 bis 14.9. Teilnahme am Manöver TEAMWORK 90 in der Nordsee. Nach Rückkehr folgt vom 19. September bis Anfang Oktober eine Werftliegezeit bei der Thyssen-Werft in Emden.
1991: SDR an Bord der F 212 KARLSRUHE - „Glockenfahrt“ nach Kingston up on Hull
Nach einer Werftliegezeit (7.1. - 19.2.1991) in Bremen läuft KARLSRUHE vom 16.4. bis 26.6. zu einer Ausbildungsfahrt (AAG 110/91-Ozean Safari) und dem Manöver DESEX 2/91 als Flaggschiff aus, die bis ins Mittelmeer führte. Angelaufen wurden die Häfen Trondheim/Norwegen, Glasgow/GB, Brest/Frankreich, Bordeaux/F, Malaga/Spanien, Rota/Spanien, Las Palmas auf Gran Canaria, Ponta Delgada auf Sao Miguel und Lissabon/Portugal. Vom 6.9. - 24.9. Teilnahme am Manöver TEAMWORK 91 und „North Star“ in norwegischen Gewässern. Nach Bödö/Norwegen abschließender Aufenthalt vom 21. - 23. September in Stavanger/Norwegen. Beim Einlaufen in Wilhelmshaven am 24.9. STEAMPASS für den Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Mann. Es folgte die „Glockenfahrt“ (10.10. - 17.10.) nach Kingston up on Hull/GB zur feierlichen Übernahme der Glocke des Kleinen Kreuzers KARLSRUHE II. Das Jahr endete mit einem Aufenthalt in der Werft des BV in Bremen.
1992: Zum 80. Patenschaftsgeburtstag wird Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) generalüberholt
In der Werft des Bremer Vulkan wird KARLSRUHE einer Generalüberholung (6.1. - 5.8.1992) unterzogen und erhält u.a. für das gesamte Schiff einen neuen (umweltfreundlichen) Farbanstrich. Während der Werftliegezeit am 31. März Kommandantenwechsel von Fregattenkapitän Karl-Eckhard Dröge zu Korvettenkapitän Norbert Lux. Zum Jahresende folgt noch FORCAS, eine Einzelausbildung vom 23.11. bis 11.12. in norwegischen Gewässern mit Seeklarbesichtigung und Schiffssicherungsausbildung. Häfen in Norwegen waren Stavanger und Ulsnes, sowie auf der Rückreise Kiel.
1993: 1. Teilnahme SNFM mit Passage des Kanal von Korinth
1993 beginnt für KARLSRUHE mit einem BOST (16.1. - 26.2.) in Portland/Großbritanien. Repräsentationsaufgaben übernimmt die KARLSRUHE beim 804. Hamburger Hafengeburtstag (7. - 10.5.) und bei der Kieler Woche (19.6. - 27.6.). Dazwischen vom 7. bis 11. Juni Teilnahme am Manöver US-BALTOPS 93 in der Ostsee. Während der nachfolgenden Liegezeit in Wilhelmshaven wurden auf dem Schiff zur Vorbereitung für den nächsten Einsatz 20 mm Kanonen, Suchscheinwerfer und Wärmebildkameras eingebaut. Am 9.8. lief KARLSRUHE zur Teilnahme am 1. SNFM (Standing Naval Force Mediteranian) zur Embargoüberwachung gegen Restjugoslawien in die Adria aus. Bis zur Rückkehr in den Heimathafen am 20.12. wurden folgende Häfen angelaufen: Palma de Mallorca, Tarent, Neapel, Piräus, Augusta/Sizilien (Dockaufenthalt nach Schaden an der Propeller-Verstellungsanlage der Backbordwelle), Venedig und Cagliari. Am 5. Oktober 1993 hat KARLSRUHE als erstes Schiff der Klasse 122 die Straße von Korinth durchfahren.
1994: KARLSRUHE holt deutsche Soldaten aus Somalia - 10 Jahre Fregatte F 212 KARLSRUHE (V)
Vom 1.2. bis 14.4. wurde KARLSRUHE an der „Operation Southern Cross“ (German Task Group 501.02) zur Rückführung deutscher Soldaten aus Somalia beteiligt. Während dieses Einsatzes durchfuhr die Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) am 9./10.2. erstmals den Suezkanal. Am 19. Februar 1994 erlebten Schiff und Besatzung die erste Überquerung des Äquators. Anlaufhäfen waren: Djibouti, Mogadischu/Somalia, Mombasa/Kenia sowie Port Said und Alexandria in Ägypten. Der zweite Einsatz des Jahres 1994 erfolgte bei SNFL (AAG 102/94) vom 22.8. – 26.11. im Mittelmeer zur internationalen Überwachung des Handelsschiffsverkehrs in der Adria. Angelaufen wurden die Häfen Palma de Mallorca, Venedig, Cagliari, Brindisi, Korfu und Triest, sowie die Reede von Izmir/Türkei.
1995: 25. Kommandant der Kriegsschiffe KARLSRUHE (I – V)
Vom 3.1. - 19.4.1995 Werftliegezeit bei Blohm & Voss in Hamburg und im Marinearsenal Wilhelmshaven. Anfang Mai 1995 Kommandantenwechsel von Fregattenkapitän Norbert Lux zu Fregattenkapitän Karl-Wilhelm Bollow, dem 25. Kommandant der Kriegsschiffe KARLSRUHE (I–V) seit Indienststellung des Kleinen Kreuzers KARLSRUHE (I) am 15.1.1914. Vom 3. bis 15. Juli FORACS mit den Häfen Ulsnes und Stavanger und vom 8.-14. 8. Tiefwasservermessungen in norwegischen Gewässern mit Anlaufhafen Bergen/Norwegen. Während Rückreise bis 25. August Ausbildung in der Lübecker Bucht. Im Herbst Teilnahme an BOST vom 18.9. bis 4.11. im englischen Plymouth. Am 2.12. (Rückkehr 16.4.1996) verläßt die Fregatte KARLSRUHE den Heimathafen in Richtung Mittelmeer zum erneuten Einsatz bei SNFM zur Embargoüberwachung gegen Rest-Jugoslawien. Am 20.12.1995 kam es zu einem tragischen Unfall mit Todesfolge für ein Besatzungsmitglied.
1996: Fregatte KARLSRUHE im Mittelmeer und im Schwarzen Meer
Bereits seit dem 2.12.1995 befindet sich KARLS-RUHE als Flaggschiff des NATO-Verbandes erneut im Embargoeinsatz gegen Restjugoslawien beim SNFM (STANAVFORMED) in der Straße von Ontranto im Mittelmeer. Bei diesem Einsatz wurden bis zur Rückkehr am 16.4.1996 (Einsatzfahrt verlängert !) die Häfen Palma de Mallorca, Venedig, Bari, Civitaveccia, Triest, Calgari, Toulon und Barcelona angelaufen. Vom 24.6. - 9.8. folgt für KARLSRUHE eine Ausbildungsfahrt (AAG 107/96) in das Schwarze Meer (Corporated Partners) mit erneuter Einbindung in SNFN. Besucht wurden bei dieser Reise die Häfen von Istanbul/Türkei und Constanza/Rumänien. Vom 18. – 28.11. folgte noch eine Einzelausbildung (ISEX) mit Themsefahrt und Aufenthalt in London vom 21. bis 25.11 1996 in London.
1997: 15. Kommandant der Fregatten F 223/212 KARLSRUH seit 1962 leitet Einsatz in Übersee
Mit der Teilnahme an JMC und dem Manöver SPRING vom 10.2.bis 12.3. beginnt für KARLSRUHE das Jahr 1997. Angelaufen werden in Großbritanien die Häfen Faslane und Leith/Edinburgh. Am 27. März 1997 Kommandantenwechsel von Fregattenkapitän Karl-Wilhelm Bollow zu Korvettenkapitän Reinhold Siener (15. Kommandant der Fregatten F 223/212 KARLSRUHE (IV/V). Es folgte vom 8.4. bis 27.6. eine Reise nach Übersee mit Teilnahme an DESEX 97/1 mit einem FK - Schießen in der Karibik. Angelaufen wurden bei dieser Reise die Häfen Lissabon/Portugal, Roosevelt Roads/Puerto Rico, Charlotte Amalie auf St. Thomas/USA, sowie ebenfalls in den USA Port Everglades, Norfolk und Boston. Ende Oktober folgt noch eine Sonarerprobung in der Nordsee mit dem Anlaufen des norwegischen Hafens von Trondheim.
1998: Generalüberholung für Fregatte F 212 KARLSRUHE
Vom 18. 1. bis 26.3. 1998 wird KARLSRUHE in der Schiffswerft von Blohm & Voss in Hamburg einer Generalüberholung unterzogen. Nach Überführung schließt sich bis zum 13. 5. ein Werftnachlauf im Marinearsenal Wilhelmshaven an. Die Seeklarbesichtigung erfolgt im Rahmen einer Einzelausbildung während FORCAS in norwegischen Gewässern vom 7. – 25. September. Während dieser Übung werden die Häfen Ulsnes/Norwegen und Kiel angelaufen. Anschließend SAGA-B vor Neustadt in Holstein in der Lübecker Bucht vom 5. – 16. Oktober mit Hafenaufenthalt in Lübeck. Abschließend für 1998 folgt für KARLSRUHE vom 17. bis 26. November noch eine Einzelausbildung in der Nordsee mit Anlaufen des englischen Hafens Portsmouth.
Zu den Teilnehmern der Familienfahrt am 18. Juli 1998 in die Deutsche Bucht gehörten auch der Autor Klaus Lehmann und Frau Margot aus Bad Herrenalb im Schwarzwald.
1999: 15 Jahre Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) im Dienst für Frieden in Freiheit
Das Jahr 1999 beginnt für KARLSRUHE mit Teilnahme an AAG 144/99 vom 8.3. – 30.3.1999. Angelaufen werden die Häfen von Lissabon, Cherbourg und Brest. Am 24. April wird der 15. Jahrestag der Indienststellung (19.4.1984) der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V) im Gorch-Fock-Haus in Wilhelmshaven mit aktiven und ehemaligen Besatzungsmitgliedern des Schiffes, Familienangehörigen und einer starken Delegation von Freunden aus der Patenstadt Karlsruhe festlich begangen. Vom 28. bis 30.5. repräsentiert KARLSRUHE beim „Wochenende der Marine“ in Rostock und vom 2. – 4.7. bei den „Nationale vlootdagen“ in Den Helder in den Niederlanden. Vom 3.9. – 15.10. folgt eine Ausbildung bei BOST in Plymouth in England. Das Jahr endet für KARLSRUHE mit der Teilnahme an SEF 99 vom 1.11. - 13.11.1999 mit Hafenaufenthalt in Göteborg.
2000: Vier Monate Einsatz bei STANAVFORMED
Bereits am 10.Januar 2000 läuft KARLSRUHE zur Teilnahme an STANAVFORMED mit Kurs Mittelmeer aus. Nach verlängertem Einsatz endet die Übung für Schiff und Besatzung erst am 10. Mai 2000 mit Einlaufen Wilhelmshaven. Angelaufen wurden die Häfen Neapel, Toulon, Palermo, Palma de Mallorca, St. Cruz de Teneriffa, Valletta/Malta, Marmaris/Türkei und Alexandria in Ägypten. Vom 1. bis 9.6. repräsentiert F 212 KARLSRUHE als Flaggschiff bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zur „EXPO am Meer“ in ihrem Heimathafen die Deutsche Marine ebenso, wie beim „Wochenende an der Jade“ vom 29.6. - 3.7.2000. Am 28. August vertritt KARLSRUHE die Bundesrepublik Deutschland bei den „NAVY DAYS“ in Den Helder/NL. Anfang September Verlegung in das Marinearsenal Wilhelmshaven. Dort erfolgt am 29.9. der Komman-dantenwechsel von Fregattenkapitän Reinhold Siener zu Fregattenkapitän Jürgen Looft.
Mitte Oktober 2000 Überführung nach Hamburg zur Überholung auf der Werft.
2001: KARLSRUHE wird beim BOST für internationale Aufgaben vorbereitet
Seit Mitte Oktober 2000 wurde KARLSRUHE auf der Werft von Blohm & Voss in Hamburg und anschließend im Marinearsenal Wilhelmshaven für die nächsten Aufgaben ertüchtigt. Die Wiederaufnahme des Fahrbetriebes erfolgte vom 24./26. April durch die Seeklarbesichtigung. Vom 10. bis 25. Mai Ausbildung in Brand-, Leck- und ABC Abwehr in Neustadt/Holstein. Einsatzüberprüfung von Schiff und Besatzung beim BOST in England vom 9.6. bis 19.7. mit Hafenaufenthalt in Plymouth. Nach BOST folgte ein Arsenal-aufenthalt in Wilhelmshaven zur Vorbereitung auf die zunächst geplante Teilnahme an STANAVFORLANT 2001-2002 (Mitte Oktober 2001 bis Mitte Mai 2002). Auslaufen am 15.10.2001 (Rückkehr Wilhelmshaven 18.2.2002) jedoch wegen der internationalen Krise „Operation direkt Endeavour - War against Terrorism“ in Seegebiete im östlichen Mittelmeer mit Anlaufen der Häfen Zeebrügge/Belgien, Rota/Spanien, La Goulette in Tunesien, Marmaris/Türkei und Souda/Kreta.
2002: Fregatte F 212 KARLSRUHE im Einsatz vor Djibouti/Somalia
Vom 15.10.01 bis 18.2.02 war F 212 KARLSRUHE an der „Operation direkt Endeavour – War against Terrorism“ im Mittelmeer beteiligt. Vom 20.2., nach nur zwei Tagen im Heimathafen Wilhelmshaven, erneutes Auslaufen in die Nordsee zur Teilnahme am Manöver „Strong Resolve“ bis 13.3.2002. Bei dieser Übung wurden die norwegischen Häfen von Trondheim und Bergen angelaufen. Vom 3. Juni bis 18. Oktober 2002 unterstützt KARLSRUHE, zeitweilig als Führungsschiff, das Unternehmen „Enduring Freedom“ im Roten Meer vor den Küsten Somalias. Angelaufene Häfen waren Djibouti (Somalia), Elath/Israel und Akaba/Jordanien. Im Rahmen des sogen. „Liberty Port“ konnte sich die Besatzung einige Tage im Hafen von Port Victoria auf der Insel Mahé (Sychellen) erholen. Seit Anfang November Instandsetzungsarbeiten (Ausbau und Überholung der E-Diesel und Generatoren) in der 4. Hafeneinfahrt in Wilhelmshaven.
2003: F 212 KARLSRUHE für BALTOPS und SEF in der Ostsee
Bis Ende Februar 2003 Überholungsarbeiten in der 4. Hafeneinfahrt in WHV mit anschließender Systemerprobung in der Nordsee. Vom 3.6.-23.6.Teilnahme an der Übung BALTROPS in der Ostsee. Aufenthalt im polnischen Hafen Gdyna (Gdingen). Am 16./17.7.repräsentiert F 212 KARLSRUHE die Bundesmarine beim Jubiläum „100 Jahre Thyssen Werft“ in Emden. Vom 15.8.-26.9. nimmt KARLSRUHE an „SEF 2003“ teil. Häfen: Malmö/S und SwinoujĹ›cie (Swenemünde)/PL. Am 1. Oktober Kommandanten-wechsel von Fregattenkapitän Jürgen Looft zu Fregattenkapitän Joachim Gutow. Ab Dezember Vorbereitungen für einen planmäßigen Werftaufenthalt ab Anfang Januar 2004.
Einmalig in der Deutschen Marine: Bordstempel der Fregatte F 212 KARLSRUHE aus der Patenstadt Karlsruhe!
2004: 20. Geburtstag der Indienststellung der Fregatte F 212 KARLSRUHE (V)
Der Werftüberholung bei Blohm & Voss in Hamburg vom 5. Januar bis Mitte Juni 2004 folgt ein Arsenalnachlauf in Wilhelmshaven. Am 23. April feiert die Besatzung der Fregatte F 212 KARLSRUHE den 20. Geburtstag der Indienststellung vom 19. April 1984 mit einem Festakt in Wilhelmshaven. In Karlsruhe wird aus diesem Anlaß vom 13.5. – 29.5. eine Ausstellung gezeigt. Neben dem Themen-schwerpunkt „Einblicke in das Bordleben“ wird auch auf die "Historie" zu den bisherigen fünf Patenschiffen seit 1912 hingewiesen. Diesen Part der Ausstellung hat Klaus Lehmann gestaltet. Nach obligatorischer Seeklarbesichtigung übernimmt F 212 KARLSRUHE (V) im Herbst 2004 wieder nationale und internationale Aufgaben im Rahmen der Aufgaben der Deutschen Marine und der NATO.
Blick in die Ausstellungsabteilung zur "Historie" der Kriegsschiffe KARLSRUHE (I-IV).
Fregatte KARLSRUHE 20 Jahre auf Kurs
2005: F 212 KARLSRUHE (V) sechs Monate für Operation „ENDURING FREEDOM“ im Einsatz
Am 6. Januar 2005 verlässt Fregatte KARLSRUHE den Heimathafen, um Schiff und Besatzung beim GOST in Plymouth für neue Aufgaben zu ertüchtigen. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung nimmt die Fregatte am 19.3. Kurs Mittelmeer – Suezkanal – Djibouti zur Teilnahme an der „Taskforce 150“, dem maritimen Anteil an der Operation „Enduring Freedom 2005“. Weltweites Aufsehen erregt KARLSRUHE Ende April und Anfang Juni 2005 durch zwei humanitäre Aktionen zur Rettung von arabischen Schiffbrüchigen aus Seenot in somalischen Gewässern und vor Oman. Schiff und Besatzung treffen am 16. September 2005 nach knapp sechsmonatiger Abwesenheit wohlbehalten wieder im Heimathafen in Wilhelmshaven ein. Eine kleine „Havarie“ (am Heck) – verschuldet durch einen südkoreanischen Zerstörer während Betankung im Hafen von Maskat (Oman) - hatte glücklicherweise für Schiff und Besatzung keine ernsthaften Folgen. Am 20.12. erfolgte im Marinearsenal Kommandoübergabe von Fregattenkapitän Joachim Gutow an Fregattenkapitän Hans-Joachim Kuhfahl.
2006: F 212 KARLSRUHE gehört zum ersten Kontingent der Deutschen Marine bei der UN-Mission UNIFIL II vor der Küste des Libanon
Nach Abschluss von Routinearbeiten im Marinearsenal Wilhelmshaven nimmt KARLSRUHE vom 24.3. - 6.4.2006 in der Nordsee als Flaggschiff von sechs teilnehmenden deutschen Schiffen an der Übung „Brilliant Mariner 2006“ (BRMR 06) teil. Angelaufen wurde der norwegische Hafen Kristiansund. Die Übung endet für KARLSRUHE mit der Zertifizierung (Qualifikation) zur Teilnahme an Einsätzen in der „NATO Response Force“ (NRF). Die avisierte Teilnahme als Flottenflaggschiff der „Kieler Woche“ vom 17. – 25. Juni muss aus technischen Gründen kurzfristig abgesagt werden. Am 27. Juni 2006 wird KARLSRUHE innerhalb der neuen Organisationsstruktur der Deutschen Marine in die Einsatzflottille 2 (4. Fregattengeschwader) integriert. Vom 21. September 2006 bis voraussichtlich Mitte März 2007 Zugehörigkeit zum ersten Kontingent der Deutschen Marine an der UN-Mission UNIFIL II vor der Küste des Libanon als Schiff der UN in Erfüllung der Resolution 1701. Eine Herausforderung für Schiff und Besatzung.
2007: Nach erfolgreicher Teilnahme an der UN-Mission UNIFIL Arsenalaufenthalt mit Einbau des Marineleichtgeschütz (MLG 27)
Nach 171 Seetagen (Auslaufen 21. September 2006) läuft Fregatte F 212 KARLSRUHE am 10. März 2007 wieder im Heimathafen Wilhelmshaven ein. F 212 gehörte zum ersten Kontingent der Deutschen Marine der Mission United Nations Interims Force in Lebanon (UNIFIL II) vor der Küste des Libanon als Schiff der UN in Erfüllung der Resolution 1701. Im Rahmen der Seeraumüberwachung wurden allein durch die Fregatte F 212 KARLSRUHE mehr als 400 Schiffe im Seegebiet vor der libanesischen Küste abgefragt. Der Einsatz von Schiff und Besatzung wird in Marinekreisen als sehr erfolgreich bewertet. Am 19. März 2007 geht F 212 KARLSRUHE bis Mitte November zur Überholung in des Marinearsenal Wilhelmshaven. Nach Seeklarbesichtigung Anfang Dezember werden bis zum Jahresende 2007 Schiff und Besatzung auf neue Aufgaben vorbereitet.
2008: Fregatte F 212 KARLSRUHE im Einsatz für die SNMG 2 und erstes deutsches Schiff für die EU-Operation ATALANTA vor Somalia
Für Fregatte KARLSRUHE beginnt Anfang Januar 2008 eine viermonatige Einzelausbildung. Schiff und Besatzung werden auf neue Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung wird mit der erfolgreichen Teilnahme am GOST (German Operational Sea Training) vom 12.3. – 25.4.2008 in Devonport/England abgeschlossen. Die von der Marine avisierte zweite Teilnahme der F 212 KARLSRUHE an UNIFIL (23.07.08 - Ende Jan. 09) wurde ohne Angabe von Gründen kurzfristig abgesagt. Auch die von der Marine avisierte zweite Teilnahme der F 212 KARLSRUHE an OEF (31.07.08 - Ende Jan. 09) wurde ohne Angabe von Gründen kurzfristig abgesagt.
Nach langer Liegezeit "an der Kette" im Heimathafen läuft F 212 KARLSRUHE endlich am Sonntag, dem 24. August 2008, aus Wilhelmshaven mit Kurs Mittelmeer zur Teilnahme an der SNMG 2 aus.
Der ursprünglich bis 22. Dezember vorgesehene Einsatz wurde bereits am 15. November 2008 beendet. Angelaufen wurden bis dahin Cartagena/Spanien, Souda/Kreta, Djibouti, Bahrain, Kuwait, Katar und Safaga/Ägypten. Von dort aus zwischen 01.12. und 22.12.2008 kurzfristige Verwendung bei der „Operation ENDURING FREEDOM“ (OEF) zur Terrorismusbekämpfung im Roten Meer und im Golf von Aden.
Anschließend ab 23.12 2008 bis Ende Februar 2009 Mitglied der EU-Mission ATALANTA als erste deutsche Fregatte zur Bekämpfung von Piraterie am Horn von Afrika und vor der Küste Somalias.
2009: Fregatte F 212 KARLSRUHE 25 Jahre im Dienst der Flotte
Am 28. Februar 2009 kehrt Fregatte F 212 KARLSRUHE (Auslaufen 24.08.2008) nach 188Tagen Abwesenheit in den Heimathafen zurück. Während dieser Reise fand F 212 KARLSRUHE Verwendung bei der SNMG 2 (24.08. - 15.11.2008), OEF (01.12. - 22.12.2008) und ATALANTA/NAVFOR (23.12.2008 - 28.02.2009). Ein-malig bisher in der Deutschen Marine. Während der Verwendung für ATALANTA wurde mehrmals der Versorgungsstützpunkt Djibouti angelaufen. Der 25. Jahrestag der Indienststellung wird am 18./19. April 2009 mit mehr als 600 Gästen in Jever gefeiert. Am 29. Mai 2009 Kommandoübergabe von Fregattenkapitän Hans-Joachim Kuhfahl an Fregattenkapitän Matthias Schmidt. Nach dem Einbau neuer Schiffsdiesel und anschließender Erprobung in der Nordsee nimmt KARLSRUHE vom 8. - 19.6.2009 am Manöver "Baltic Operations" (BALTOPS) in der mittleren Ostsee teil. Den Abschluß bildet die Teilnahme als Flaggschiff der Deutschen Marine während der "Kieler Woche 2009" vom 20. - 28.06.2009. Am 17.7. viertägiger Besuch einer 25-köpfigen Fregattendelegation zur Teilnahme an einem offiziellen Jubiläumsempfang der Stadt Karlsruhe mit Eintrag von FKpt. Jürgen Looft, FKpt. Hans-Joachim Kuhfahl und FKpt. Matthias Schmidt in das „Goldene Buch“ der Stadt Karlsruhe. Vom 24.08. - 05.12.2009 kombinierte Teilnahme an SNMG 2 -UNIFIL-SNMG 2. Angelaufen wurden die Häfen von Catania/Sizilien, Djibouti, Mombasa/Kenia, Algeciras (Reede) und Cadiz/Spanien.
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2010: F 212 KARLSRUHE mit der SNMG 1 in Übersee
Am 6.1.2010 verlegt Fregatte F 212 KARLSRUHE zur Instandsetzung von der 4. Einfahrt in das Marinearsenal Wilhelmshaven. Vom 8. bis 12. Februar Erprobungsfahrt unter Realbedingungen kombiniert mit Einzelausbildung in der Deutschen Bucht und abschließendem Arsenalnachlauf. Am 12.4. Auslaufen mit den Schiffen der in Wilhelmshaven zusammengeführten Einheiten der SNMG 1 zum Manöver „BRILLIANT MARINER“ (12. - 22.4.). Erster Auslandshafen ist am 24. April Kopenhagen. Danach Teilnahme als Einheit der SNMG 1 an der Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE) im westlichen Mittelmeer. Nach Hafenbesuch in Cadiz/Spanien am 20. Mai Reise nach Übersee mit Anlaufen der kanadischen Häfen St. John´s, Quebeck und Halifax. In Halifax am 29. Juni Teilnahme an einer Schiffsparade aus Anlass „100 Jahre Canadian Navy“. Rückkehr in den Heimathafe am 13.7.2010. Danach bis bis Jahresende Ausbildung und Hafenroutine. Der nächste planmäßige Werftaufenthalt zur Instandsetzung ist für Frühjahr 2011 geplant.
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2011: F 212 in der Planmäßigen Instandsetzung (PI)
Vom 7. Januar bis 2. Februar fährt die Besatzung der Fregatte F 212 KARLSRUHE erfolgreich das Schwesterschiff F 207 BREMEN im Rahmen der Übung „Demonstrator Besatzungstausch 1.5“. Bei diesem Vorhaben wurden vorausschauend erste Erfahrungen zur „Doppelbesatzung“ der später in Dienst gehenden Fregatten der Klasse F125 gesammelt. Am 04.03. verlegt die Einheit zunächst in das Marinearsenal (MARS) Wilhelmshaven und am 21.03. in die Neue Jadewerft Wilhelmshaven (NJW) zur (letzten) „Planmäßigen Instandsetzung“ (PI). Nach der Werftprobefahrt am 1. August erneuter Aufenthalt im MARS Wilhelmshaven. Die Seeklarbesichtigung mit Funktionsnachweis erfolgte am 05. Oktober. Danach absolvieren Schiff und Besatzung bis zum Jahresende diverse Übungsprogramme im Heimathafen und während Revierfahrten in die Nordsee.
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Der Lebenslauf der Fregatte F 212 KARLSRUHEwird hier jährlich bis zur planmäßigen Außerdienststellung um 2014/15 fortgeschrieben.